MOMO

MOMO macht den Speicher warm.

Der Momo ist ein wasserführender Scheitholzofen mit 8 kw Heizleistung. Über einen integrierten Wärmetauscher wird von der erzeugten Wärme ca. 70% abgenommen und über eine Pumpengruppe an den Speicher abgegeben. Der Rest wird als Strahlungswärme an den Raum abgegeben.

Die Aufteilung der Leistung des Ofens (70% Wasserseitig und nur 30% in die Luft) war uns wichtig, da wir vorrangig den Speicher erwärmen wollten.

Wie funktioniert das?

In dem Ofen befindet sich eine Wassertasche, genauer gesagt ein Röhrensystem mit 21 Litern Fassungsvermögen. Bei einem Abbrand wird die heiße Luft an dem Sytem vorbei geleitet bevor es über das Rauchrohr und den Schornstein entweichen kann. Um die heiße Luft möglichst lange im Sytem zu lassen und damit einen möglichst hohen Wirkungsgrad zu erzielen sind mehrere Umlenkplatten (aus Metall und Culite) um den Wasserwärmetauscher im Wärmehaltefach vorhanden. Sie sorgen in Kombination mit Primär- und Sekundärluft für den richtigen Luftstrom. Dies alles klingt kompliziert funktioniert aber automatisch.

Wenn das Wasser eine Temperatur von mindestens 55°C erreicht hat, wird es zum Speicher geführt, parallel strömt kälteres Wasser aus dem Speicher in den Wärmetauscher nach. Es ist ein Kreislauf, der von einer Steuerung überwacht wird. Bereits beim ersten Abbrand setzt sich dieser Kreislauf in Gang. Bei dem folgenden Abbrand kann man beobachten wie die Betriebstemperatur des Ofens steigt bzw. erreicht ist und der Ofen wird von der Steuerung dauerhaft auf ca. 70°C gehalten. Dazu wird der Pumpenfluss regelmäßig angepasst. Legt man etwa alle 30-60 min Holz nach speist der Ofen kontinuierlich sein warmes Wasser im Speicher ein.

Ist der Speicher durchgängig auf 70°C erwärmt regelt die Steuerung die Wassertemperatur des Ofens auf ein neues, entsprechend höheres Niveau und der Speicher erwärmt sich weiterhin.

Damit das Einspeisen effektiv funktioniert sind mehrere Faktoren wichtig. Zunächst einmal muss ein guter Schornsteinzug vorhanden sein. Unser Schornsteinfeger hatte uns bei der Planug schon zu einem größeren Durchmesser des Schornsteins geraten. Obwohl wir dies befolgt hatten, haben wir anfangs Probleme gehabt. Durch die ebenerdige Bauweise war die Länge des Schornsteins kürzer und der notwendige Schornsteinzug des Ofens lag im Grenzbereich. Mit einem Meter mehr war das Problem behoben.

Um immer einen guten Abbrand zu ermöglichen gibt es eine mechanische Rücklaufanhebung die die zum Ofen führende Wassertemperatur regelt. Diese sollte mindestens 50°C betragen und sorgt dafür, dass der Ofen nicht auskühlen kann.

Die Programmierung der Steuerung muss an das System angepasst sein.

Wartung und Pflege

Für einen möglichst effektiven Energieertrag müssen Wärmetauscher, Umlenkplatten und Rauchrohr regelmäßig gereinigt werden. Mit Erfahrung erkennt man, wann der Ofen gereinigt werden möchte. Dies ist sicherlich individuell sehr unterschiedlich und hängt von der Benutzung des Ofens (Trocknungsgrad des Holzes, Holzart, wie oft befeuert…) ab. Wir reinigen den Ofen im Winter monatlich und benötigen dafür etwa eine Stunde.

Da Ruß äußerst hartnäckig ist, ist es sehr zu empfehlen meherere Einweghandschuhe übereinander zu tragen und einen geeigneten Aschesauger zu benutzen. (Schließlich gibt es einen Grund warum Schornsteinfeger schwarz gekleidet sind.)

Kann der Ofen oder Speicher überhitzen?

Nein, der Ofen ist mit einer thermischen Ablaufsicherung versehen. Er hat nicht nur eine Zu- und Fortleitung zum Speicher, sondern zusätzlich eine Frischwasser Zu- und Fortleitung, die die Wassertasche bei drohender Überhitzung mit kaltem Frischwasser spülen würde. Das Spülwasser geht in einen Abfluß. Dieses Sicherungssystem funktioniert rein mechanisch . Es hört sich an wie eine Toilettenspülung und ist nur einmal bei der Installation aufgetreten, weil die Steuerung falsch programmiert war.